Wir setzen uns für ein Gesundheitswesen für alle ein.

  • Alle sollen den gleichen Zugang zu Gesundheitsleistungen und die gleiche Qualität der Behandlung haben.
  • Wir analysieren und dokumentieren Privatisierungen und Public Privat Partnership und schaffen so rationale Grundlagen für Entscheidungsgremien.

  • Wir zeigen Alternativen auf. Es gibt praktikable Möglichkeiten, die dazu führen, dass sich Spitäler für die SteuerzahlerInnen lohnen.

  • Das Gesundheitswesen ist im Umbruch, wir setzen uns für eine solidarische Zukunft ein.

  • Wir unterstützen Organisationen bei der Umsetzung von Alternativen.

 


 

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Ökonomische Aspekte von Spitalprivatisierungen

 Dr. Willi Fehlmann

 

Zur Zeit gibt es viele Diskussionen um die Privatisierung von Spitälern und andern Gesundheitsinstitutionen. Dabei ist auffallend, dass in Uster,  Winterthur oder Affoltern die Diskussionen auf einer ordnungspolitisch-ideologischen Ebene geführt werden. Diese Diskussion ist sehr wichtig. Es geht darum, was wir als erweiterte Infrastruktur, also als Kernaufgaben des Staates definieren wollen. Das Gesundheitswesen gehört sicher dazu und ist schon darum nicht privatisierbar – auch nicht teil-privatisierbar (Public Private Partnership). Es müsste vielmehr diskutiert werden, ob wir als SteurzahlerInnen Handys verkaufen sollen, oder ob man Swisscom nicht doch in Netz und Consumer Goods aufteilen sollte.

Die ökonomische oder betriebswirtschaftliche Seite von Privatisierungen ist aber anscheinend kein Thema, obschon es dazu viele Forschungen und Fakten gibt. Es muss doch die SteuerzahlerInnen interessieren, ob sich eine Privatisierung lohnt, d.h. ob der Staat daran verdient und Steuern einspart oder rückvergütet bekommt. Warum soll man ein Spital privatisieren, wenn es auch unter kapitalistischen Kategorien für die SteuerzahlerInnen ein Verlustgeschäft ist?

   
   
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